Markisen

Zusätzliche Freiräume schaffen

Schon seit vielen Jahrhunderten haben die Menschen ihre Häuser mit textilen Konstruktionen erweitert. Ob Baldachin, Sonnensegel oder Markise genannt – sorgten diese Stoffbespannungen bei Bedarf für einen angemessenen Sonnenschutz. Die anfangs feststehenden Schattenspender wurden später durch bewegliche Gestelle verbessert und konnten als Faltmarkisen flexibel auf die Bedürfnisse ihrer Besitzer eingehen und zu guter Letzt eroberte sich die Roll-Markise ihren Platz in der Sonne. Die vielfältige Musterauswahl und technologische Bearbeitung von Markisenstoffen begrenzt den Einsatz von Markisen heute nicht nur auf den Sonnenschutz, sondern  bietet auch Schutz vor Regen, Wind, unerwünschten Blicken und als Verschönerung von Fassaden. So ist die Markise inzwischen ein wichtiges Bauelement in der Architektur vieler Gebäude, durch die zusätzliche Räume im Freien geschaffen werden können.

Man kann Markisen nach verschiedenen Kriterien unterscheiden. Je nach Bauart, Funktion und Verwendung findet man:

Jalousien in Grün
  • Feststehende Markisen
  • Roll-Markisen
  • Falt-Markisen
  • Offene Markisen
  • Hülsen-Markisen
  • Kassetten-Markisen
  • Gelenkarm-Markisen
  • Fallarm-Markisen
  • Senkrecht-Markisen
  • Korb-Markisen
  • Freistehende Markisen
  • Wintergarten-Markisen
  • Gastro-Markisen
  • Seitenwand-Markisen
  • Seilspann-Markisen
  • Klemm-Markisen

Fassadengestaltung

Vor allem in der Gastronomie und im Handel schätzt man die einladende Optik von farbenfrohen Markisen, die den Kunden schon von weitem auf ihr Geschäft aufmerksam machen. Sie sollen zwar hauptsächlich als Erweiterung des Ladens oder Gastraumes im Freien dienen und den Kunden darin einen angenehmen und erholsamen Aufenthalt bereiten, üben aber auch als Werbeträger eine wichtige Funktion aus. Wie ein großes Aushängeschild, kann allein durch die Formen und Farben der Markisen der Charakter eines Geschäftes dargestellt werden und durch Grafiken und Schriftzüge Gäste anziehen. Damit kann z. B. auch von einer eher unansehnlichen Fassade eines Gebäudes abgelenkt werden und das Interesse der Kundschaft aufs Geschäft gelenkt werden.

Markise

Aber auch im Wohnbereich ist eine Markise immer eine Bereicherung der Architektur. Schöne Markisenstoffe als Sonnenschutz vor den Fenstern oder als Balkonumrandungen, Sichtschutzwände oder Terrassenüberdachungen schenken jedem Gebäude ein freundlicheres Gesicht.

Gelenkarmmarkisen

Die Gelenkarmmarkise ist die am häufigsten verwendete Markisenart im privaten und gewerblichen Bereich. Sie wird direkt an der Hauswand befestigt und kann als Sonnen- oder Regenschutz den Platz darunter für verschiedene Zwecke schützen. Der um eine Rolle gewickelte Stoff wird beim Ausfahren durch zwei seitliche Gelenkarme nach außen gezogen und dabei durch ein Federsystem immer unter Spannung gehalten. Der Neigungswinkel der Markise kann hierbei unterschiedlich ausfallen, sollte aber immer groß genug sein, um bei Regen das Abfließen des Regenwassers zu ermöglichen. Der große Vorteil von Gelenkarmmarkisen besteht in ihrer variablen Bedienbarkeit und ihrer großflächigen Beschattung. Da keine zusätzlichen Stützkonstruktionen den Platz darunter begrenzen, können sie überall verwendet werden. Der kleine Nachteil besteht darin, dass Gelenkarmmarkisen nur an einer Seite fixiert sind und ansonsten frei über dem Platz schweben. Deshalb müssen sie bei starkem Wind eingefahren werden, um Beschädigungen an Konstruktion und Stoff zu vermeiden.

Wintergartenmarkisen

Zur Beschattung von großen Glasflächen, wie man sie z. B. bei Wintergärten vorfindet, werden spezielle Markisenkonstruktionen benötigt, die sich an die vorhandene Glaskonstruktion anpassen können. Meist werden für die Wintergartenbeschattung mehrere Markisen benötigt, die die verschiedenen Glasflächen einzeln beschatten können. Für eine optimale Beschattung wird auf die Glaskonstruktion die entsprechende Markisenkonstruktion montiert, so dass sie die Markise parallel zur Glasfläche verläuft. Ob waagerechter, schräger oder senkrechter Ausfallwinkel ist in diesem Falle nicht von Bedeutung, denn der Markise wird in seitlichen Führungsschienen transportiert. Die Steuerung und Bedienung einer Wintergartenmarkise erfolgt im Idealfall elektrisch über Wärme- oder Lichtsensoren. Damit können die heißen Sonnenstrahlen schon außen abgefangen werden und gar nicht erst die Glasscheiben erhitzen. Der Markisenstoff braucht für eine Wintergartenmarkise nicht wasserdicht zu sein, sollte besser licht- und luftdurchlässig bleiben, um einen Wärme- und Feuchtigkeitsstau zwischen Markise und Glasscheibe zu verhindern.

Fallarmmarkisen

Für eine elegante und effektive Außenbeschattung von Fenstern sind Fallarmmarkisen besonders gut geeignet. Dabei wird der auf der Rolle aufgewickelte Stoff durch seitliche Arme nach unten gezogen und kann somit je nach Sonnenstand den Sonnenstrahlen entgegenwirken. Dabei bleibt die Sicht nach unten frei und der Kontakt zur Außenwelt erhalten. Eine besondere Form der Fallarmmarkise ist die Markisolette, bei der das Markisentuch zuerst senkrecht nach unten geführt wird (wie bei einem Rollo) und darunter durch die Fallarme schräg weiterläuft. So kann ein noch besserer Sichtschutz und Sonnenschutz bei tiefstehender Sonne erzielt werden. Diese Art von Markise findet man recht häufig an sehr hohen Gebäuden vor.

Korbmarkisen

Die eleganten und dekorativen Korbmarkisen gehören zu den Faltmarkisen, wo der Markisenstoff bogen- bzw. korbförmig über die einzelnen Markisenträger gespannt wird. Es gibt sie in feststehender und beweglicher Form. Da sie nur eine kleine Spannweite besitzen, dienen sie meist als kleines Vordach über Eingängen oder Fenstern, wobei der senkrechte Teil der Markise häufig als Werbeträger verwendet wird. Ihre gebogene, häufig auch eckige Form gibt ihr eine hohe Stabilität, so dass sie auch bei Regen und Wind einsetzbar ist.

Seitenschutzwände

Die witterungsbeständigen Markisenstoffe bieten natürlich nicht nur Schutz vor Sonne und Regen, sondern können Ihre Freiräume auch vor Wind und unerwünschten Blicken schützen. Als seitliche Bespannung von Terrassen und Balkonen oder Balkonumrandungen bieten sie zusätzliche Privatsphäre. Die Art der Konstruktion kann nach den baulichen Vorgaben ganz unterschiedlich erfolgen, als feste Bespannung an Balkongeländern, als bewegliche Roll-Markise zur Decken oder Wandmontage oder freistehende Wand zur Fixierung auf dem Rasen oder Terrassenboden.

Freistehende Markisen

Nicht immer ist eine Wand in der Nähe, an der eine Markise befestigt werden kann. Doch auch für diese Fälle gibt es Markisen mit einem besonders robusten Gestell, das auf dem Boden befestigt werden kann. Dabei halten zwei stabile Träger die eigentliche Markisenkonstruktion, die dann als Gelenkarm-Markise über dem gewünschten Platz ausgefahren wird. Vor allem für die Gastronomie, die in der Biergarten-Saison besonders vom Wetter abhängig ist, sind diese robusten und flexiblen Markisen eine gute Investition, im Gegensatz zum Sonnenschirm, zwar Schatten spendet, aber bei Regen und Wind keinen Schutz mehr bieten kann.

Kassettenmarkise

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